Driehuis

Erste Notierungen von Driehuis als Weiler mit drei Bauernhöfen und einigen kleinen Häusern datieren aus dem 16. Jahrhundert. In einem dieser Bauernhöfe befindet sich eine katholische Bauernhof-Kirche. Im 17. und 18. Jahrhundert werden einige Landgüter, wie z. B. Westerveld erwähnt. In der zweiten Hälfte des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die jahrhundertealte, vorwiegend von kleinen Häusern gesäumte Verbindungsstraße Driehuizerkerkweg zur Dorfstraße.

Die alte Bauernhof-Kirche wurde Ende des 19. Jahrhunderts abgerissen und durch die heutige, neogotische Kirche ersetzt. Die Kirche ist im Verhältnis zur Größe des Dorfes sehr groß, was darauf zurückzuführen ist, dass sie die einzige römisch-katholische Kirche in der Gemeinde Velsen war. Alle Katholiken der Gemeinde besuchten hier den Gottesdienst. Um die Kirche bildete sich eine römisch-katholische Enklave mit einer Schule, einem Internat und einem Missionsgebäude. Das Landgut Westerveld wurde 1888 zu einem Friedhof umgestaltet. Hier wurde später im Jahr 1913 auch das erste Krematorium der Niederlande gebaut. In den Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts entwickelt sich Driehuis zu einem richtigen Pendlerort, und es werden Wohnquartiere für den Mittelstand gebaut. In den Siebziger Jahren entstanden große Häuserblocks mit Alten- und Pflegeheimen.