Santpoort-Zuid

Auf der Süd- und Nordseite des mittelalterlichen Moorgebietes De Schipbroeken lag jeweils in strategisch günstiger Lage eine Burg. Die Burg Brederode ist die bekannteste der beiden, die zweite Burg – Huis te Velsen – ist im 15. Jahrhundert zerfallen. Auch Brederode verfiel bereits im 16. Jahrhundert zur Ruine, diente jedoch vielen, unter anderem auch berühmten, Künstlern als Inspirationsquelle. Die Ruine wurde Ende des 19. Jahrhunderts als eines der ersten Baudenkmäler der Niederlande restauriert.

Der Grundstein des heutigen Ortes Santpoort Zuid wurde im 16. Jahrhundert gelegt, als sich hier Menschen niederließen, die 1537 den Jan Gijzenvaart-Kanal ausgruben. Dieser Kanal wurde als Transportweg für Sand genutzt, denn der Sandabbau war in der damaligen Zeit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Später entstanden am Ende des Kanals, entlang der wichtigen Verbindungsstraße Bloemendaalsestraatweg, neun Bleichen. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein spielte das Bleichen in der Anwohnerschaft von Santpoort-Zuid eine ausgesprochen wichtige Rolle. Nach dem Bau des ersten Bahnhofs 1865 wurden die Villenviertel Duinweg und Vinkenbaan für Pendler erbaut. Der Bloemendaalsestraatweg bekam einen dörflichen Charakter, und sein Erscheinungsbild wird von einer Bebauung im kleinen Stil geprägt, wobei noch eine Anzahl Häuser aus dem 17. Jahrhundert erhalten geblieben sind. Durch die Anlage des Philipspark in den Dreißigerjahren des letzten Jahrhunderts wurde der Charakter eines Pendler-Ortes noch verstärkt.